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Jahreshauptversammlung des DRK-OV Vörstetten

Nach der Begrüßung der Gäste, darunter Mitglieder der Ortsvereine Vörstetten und Reute, mehrere Gemeinderäte sowie der DRK-Kreisvorstand, gab der Erste Vorsitzende und Bürgermeister in Vörstetten, Lars Brügner, das Wort an Katja Merz weiter. 35 Bereitschaftsmitglieder zähle der Ortsverein des Fachwerkortes Vörstetten derzeit. Im Jahr 2023 wurden von den Mitgliedern insgesamt 45 Mal Grundausbildungen im Bereich Einsatztaktik, Funk, Technik oder Betreuung besucht. Acht Bereitschaftsmitglieder haben eine Fachdienstausbildung abgeschlossen und sind somit in Bereichen wie Sanität oder Betreuung besonders intensiv für einen Einsatz ausgebildet.

1.492 Stunden im Einsatz
34 Mal rückten die Helfer vor Ort im vergangenen Jahr aus und betreuten dabei insgesamt 40 verletzte Personen als Ersthelfer bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes. Zudem kamen zwei größere Einsätze hinzu. Im Februar kam es in einer Gemeinschaftsunterkunft in Emmendingen zu einem Brand, bei dem ein Mensch leicht verletzt wurde. Im Juli musste das Gelände des Sea-You-Festivals am Tunisee aufgrund eines Unwetters geräumt und die Betroffenen in der naheliegenden Eichmattenhalle in Reute betreut werden. „Ein ganz wichtiger Punkt sind zudem die sogenannten Sanitätswachdienste. Hier übernehmen wir die sanitätsdienstliche Absicherung von Veranstaltungen sowohl in Vörstetten als auch Orts- und Landkreisübergreifend“, erklärte Bereitschaftsleiterin Katja Merz. Insgesamt 52 solcher Dienste umfasste das Jahr 2023 – von Fastnachtsumzügen, Sportveranstaltungen, Konzerten, Festivals bis hin zum Weihnachtsmarkt. In Summe kommen die Mitglieder des Ortsvereins dabei auf 1.492 Einsatzstunden im gesamten Jahr 2023.
Sehr aktiv zeigte sich auch das Jugendrotkreuz in Vörstetten. „Wir haben es geschafft, innerhalb der letzten zwölf Monate auf 25 Kinder und Jugendliche anzuwachsen“, freute sich Sarah Elble, die zusammen mit Lisa Paulus das Amt der Ortsjugendleitung innehat. Ähnlich wie bei den „Großen“ aus der Bereitschaft, findet auch im Jugendrotkreuz alle zwei Wochen eine Gruppenstunde statt. Dort lernten die Kinder und Jugendlichen spielerisch Themen wie Wundversorgung, Reanimation bis hin zu den Grundsätzen des DRK.

2024 wird in die Technik investiert
Nicht nur personell, auch finanziell ist der Ortsverein gut aufgestellt. Zwar liegen die Ausgaben rund 21.000 Euro höher als die Einnahmen (54.500 Euro). „Jedoch sind darin die Anschaffung von Defibrillatoren (AED) für 15.000 Euro enthalten, welche als Spenden aus der Bevölkerung bereits in entsprechender Höhe im Jahr 2022 gesammelt wurden. Ebenso mussten wir für einen kleinen Auffahrunfall beim Ausparken mit rund 5.000 Euro in Vorleistung treten, die Rückzahlung durch die Versicherung erfolgte aber dann im Januar“, erläutert Schatzmeister Jens Cornelis. 2024 investiert der Ortsverein viel in Technik. Zum einen wird der bestehende Beamer durch ein Smartboard ersetzt. Zum anderen müssen die bisherigen Funkgeräte durch Digitalfunkgeräte ausgetauscht werden, da diese flächendeckend in Deutschland eingesetzt werden, um eine zuverlässige und sichere Kommunikation für Rettungs- und Sicherheitsdienste zu gewährleisten. Für 2024 rechnet Jens Cornelis mit Einnahmen von rund 63.700 Euro und Ausgaben von 66.300 Euro, was einen Ausgabenüberschuss von rund 2.600 Euro bedeute. Dafür fand Gemeinderatsmitglied Hansjörg Frey jedoch beruhigende Worte: „Ein Minus von knapp vier Prozent des Gesamtbudgets – über so eine wirtschaftliche Situation wären andere Unternehmen derzeit froh.“